Tee-Lexikon: Japan

In Japan sind drei Werte besonders wichtig: Tradition, Vollkommenheit und Harmonie. Diese Werte spiegeln sich ganz klar in den japanischen Teegärten und im japanischen Tee und der Teekultur wieder.

Teegärten in Japan

Die Teegärten in Japan bieten einen ganz anderen Anblick, als die Teegärten in China und Indien: ganz im Sinne des Zen sind alle Teesträucher genauestens beschnitten, so dass sie regelmäßigen Wellenmuster bilden. Und wenn der Wind weht, dann bewegen sich die Sträucher wie eine grüne Brandung, die die Berghänge umspielt.

Nur grüner Tee

In Japan wird ausschließlich grüner Tee produziert, denn man möchte möglichst alle Inhaltsstoffe des frischen grünen Teeblattes erhalten. Aromen und Wirkstoffe sollen in ihrer natürlichen Form erhalten bleiben, anstatt durch eine Fermentation verändert zu werden. Je besser dieser Bewahrung der natürlichen Aromen gelingt, desto wertvoller ist für den Japaner der Tee.
Die Qualität läßt sich ganz einfach an der Farbe des Aufgusses bestimmen; der Aufguss sollte möglichst grün sein. Wenn er dagegen braun ist, so ist das ein Indiz dafür, dass er zu lange gelagert wurde.

Japanischer Tee ist ergiebig

Je früher die Teeblätter gepflückt werden, desto ergiebiger ist der Tee. Frühlingspflückungen lassen sich deshalb bis zu fünf mal aufgiessen.

Einmalig: beschattete Tees

Eine ganz besonderen Spezialität der Japaner sind die beschatteten Tees. Etwa drei Wochen vor der Ernte des Tees werden die Sträucher mit Stroh oder speziellen Schattennetzen abgedeckt. So wachsen sie wie Ihr wilder Urahn im Halbschatten weitern. Das Aroma wird besonders intensiv und im Blatt werden viele Wirkstoffe gebildet.

Belasteter Tee?

Japanischer Tee wird meistens in intensiver Landwirtschaft und unter Einsatz von viel Chemie angebaut. Aber es gibt auch japanischen Tee aus biologischem Anbau. Diesen erkenn man an dem bekannten Bio Siegel gemäß der EG-Richtlinien.

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