Tee-Lexikon: Rooibos

Der Rooibos Tee ist das tee-ähnliche Nationalgetränk der Südafrika. Rooibos, oder manchmal auch Rooibusch geschrieben, ist Afrikaans und bedeutet Rotbusch. Der Name ist etwas irreführend, denn nicht der Busch, sondern der Aufguss hat eine rote Farbe. Ein weiterer Name für den Rooibos ist Massai.

Der Rooibos Tee wird aus den Blättern des Rotbusches Ashpalathus Liniaris gewonnen und nicht aus der Teepflanze Camelia aus der grüner und schwarzer Tee gewonnen wird. Streng genommen ist er deshalb gar kein Tee, sondern ein tee-ähnliches Aufgussgetränk.

Die Rooibos Pflanze ist ein niedriger Strauch aus der Familie der Hülsenfrüchte, der bis zu zwei Meter hoch wird. Die Blätter erinnern an Kiefernadeln, sind aber sehr weich und biegsam. Der Rooibos wächst nur in den Zederbergen Südafrikas, die etwa 200 km nördlich von Kappstadt liegen und für ihre größe Pflanzenvielfalt und farbenfrohe Blütenteppiche bekannt sind.

Ernte

Einmal im Jahr kann der Strauch abgeerntet werden. Das geschieht während der Wachstumsruhephase des Strauches vom Sommer bis zum Frühherbst. Die Zweige werden mit Maschinen oder von Hand mit einer Sichel geerntet. Danach werden sie zerkleiner, gewässert und gequetscht. Anschließend wird der Rooibos acht bis 24 Stunden lang fermentiert. Durch die dabei stattfindede Oxidation werden einzelne Inhaltsstoffe zersetzt. Dabei erhält der Rooibos seine rot-braune Farbe und das fruchtige Aroma. Anschließend wird der Rooibos getrocknet und durch Sieben sortiert und gereinigt bis er schließlich mit Wasserdampf pasteurisiert wird.

Geschichte

Das erste mal wurde der Rooibos 1772 in den Aufzeichnungen des schwedischen Naturforschers Carl Thunberg erwähnt. Demzufolge verwendeten die Khiosan, ein Völkergruppe, die in den heutigen Gebieten von Namibia, Südafrika, Botsuane und Angola lebt, den Rooibos aus Heilpflanze. Doch erst ein russischer Tehändler namens Benjamin Ginsberg erkannte 1904 das wirtschaftliche Potential der Pflanze und etablierte den Handel mit Rooibos Tee in Südafrika und Europa.

Zu diesem Zeitpunkt war der Rooibos eine ausschließlich wild wachsende Pflanze. Doch der Bedarf konnte schon bald nicht mehr durch die wilde Pflückung gedeckt werden. Und so entwickelten Farmer aus der Region der Zerdenberge unter Führung des Botanikers Dr. Pette le Fras Nortier eine Kulturpflanze, die sich auf Feldern anbauen ließ. Der Anbau wurde schnell perfektioniert und es entstanden zahlreiche neu Rooibos Sorten. Der regelrechte Rooibos Boom führte dann aber Anfang der 1950er Jahre zu eine Überproduktion und einem Zusammenbruch der Preise.

1954 wurde als Kontrollinstanz das staatliche "Redbos Tea Control Board" gegründet, das fortan die Produktionsmengen, die Hygiene und die Qualität überprüfen sollte und die Entwicklung dokumentierte. 1993 wurde die Behörde privatisiert und widmet sich seit dem vor allem der Forschung rund im die Teepflanze.

Heute wird der Rooibos von etwa 300 Farmner im Gebiet der Zederberge angebaut und in crica 140 Länder exportiert.

Inhaltsstoffe

Der Rooibos Tee enthält kein Teein bzw Koffein und nur wenige Gerbstoffe. Dadurch unterscheidet er sich klar vom klassische Tee. Er ist dadurch nicht bitter und hat keine entwässernde oder aufputschende Wirkung. Deshalb ist Rooibos auch für Kinder und Menschen mit emfpindlichen Magen geeignet.

Neben zahlreichen aromatischen Ölen enthält der Rooibos einige Mineralien wie Eisen, Fluor, Kalium, Kalzium, Kupfer, Magnesium , Mangan, Natrium und Zink, sowie Spuren von Vitamin C.

Wirkung

Dem Rooibos Tee wird eine anti-allergene Wirkung nachgesagt. Er soll vor allem die Haut stärken und dadurch zahlreiche Allergien eindämmen. Die Kosmetik-Industrie spricht gar von einer Hautverjüngung und verwendet Rooibos Extrakte in Anti-Aging Produkten. Außerdem soll der Tee eine krampflösende Wirkung haben und gut gegen Magen- und Darmkärmpfe helfen. Auch eine schlafförderende Wirkung wird dem Rooibos nachgesagt.

Zubereitung

Die Zubereitung von Rooibos Tee ist sehr unkompliziert. Für einen Liter Tee gibt man 4 gehäufte Teelöffel Rooibos in eine Kanne. Dann bringt man 1 Liter Wasser zu kochen, läßt das Wasser dann etwa eine Minute abkühlen und übergießt dann die Rooibos blätter damit. Man sollte das Ganze etwa drei bis fünf Minuten ziehen lassen. Da der Tee aber auch bei längerem Ziehen nicht bitter wird, schadet es auch nicht, wenn er auch mal sieben oder acht Minuten im heißen Wasser verbringt. Zum Schluss seiht man den Tee in eine zweite Kanne ab.

Geschmack

Rooibos schmeckt mild und fruchtig und schmeckt ohne Zugabe von Zucker von sich aus leicht süß. Außerdem kann man eine angeduetete Vanille Note ausmachen. Man kann den Tee sowohl heiß als auch kalt oder gekühlt trinken. Wer mag, kann etwas Zitrone oder Milch hinzugeben.

Neben dem puren Rooibos Tee, wird er auch gerne aus Basis für aromatisierte Tees verwendet. Weit verbreitet und beliebt sind die Mischungen von Rooibos mit Vanille, Zimt oder Früchten.
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