Tee-Lexikon: Assam

Der Bundesstaat Assam

Assam ist ein indischer Bundesstaat im Osten Indiens und grenzt an Bhutan und Bangladesh.
Ursprünglich gehört Assam zu Birma und befand sich lange Zeit unter der Herrschaft der Ahom Dynastie. 1826 wurde es dann von den Briten übernommen. Bis zur Teilung Indiens im Zuge der Unabhängigkeit von den Briten umfasste Assam das gesamte Gebiet Nordostindiens, doch wurde es in der neueren Zeit mehrmals geteilt. So wurde 1947 das Gebiet Slhet ein Teil des neuen Ostpakistans und es entstanden einige kleinere indische Bundesstaaten.

Thea Assamica

Der Assam Tee wurde erst sehr viel später kultiviert als z.B. der Darjeeling oder die japanischen Teesorten.
Erst um 1820 wurden in der Provinz Assam wildwachsende Teebüsche vom Stamme thea assamnica entdeckt. Dieser Fund war damals eine Sensation, denn man dachte noch, die Teepflanze stamme aussschließllich aus Japan und China.

Assam ist mit seiner Ausdehnung von 600km von Ost nach West eine der größten zusammenhängenden Tee-Anbaugebieten der Welt. Das Treibhausklima mit seinen Temperaturen von über 36°C und den reichlichen Regenfällen läßt den Tee schnell wachsen und sorgt für große Teeblätter und üppige Erträge.

Der Assam Tee

Fast der gesamte Assam Tee wird zu schwarzem Tee verarbeitet. Grünen Tee findet man nur sehr selten.
Der Assam Tee ist sehr kräftig-malzig im Geschmack und bildet eine dunkle Farbe. Er wird als Basis für zahlreiche Mischungen wie zum Beispiel den Ostfriesentee verwendet.
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